So läuft die Schlichtung ab

In bis zu vier einfachen Schritten können Sie Ihre Streitigkeiten über die Deutsche Schlichtungsstelle beilegen lassen. Um einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können, stehen die neutralen und unparteiischen Schlichter stets im Dialog mit Ihnen und der Gegenseite. In der Regel nimmt die Schlichtung nicht länger als zwei Wochen in Anspruch.

1. Schlichtungsantrag stellen

Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, ist der direkte Weg über die Versicherung zu empfehlen. Ist die Schlichtung in Ihrem Angebotsumfang enthalten, leitet diese daraufhin die Streitbeilegung über die Deutsche Schlichtungsstelle für Sie in die Wege. Haben Sie bereits mit Ihrer Versicherung gesprochen, werden Sie per E-Mail über die weiteren Schritte informiert.

Sind Sie nicht rechtsschutzversichert, können Sie Ihren Antrag auf Schlichtung per E-Mail oder telefonisch unter 0911 376569-9650 stellen. Nach Prüfung Ihres Anliegens werden Sie darüber informiert, ob Ihr Konflikt für die Schlichtung infrage kommt.

2. Ihr Antragsgegner wird benachrichtigt

Eignet sich Ihr Konflikt für die Schlichtung, informieren wir die Gegenseite darüber. Ein Handeln Ihrerseits ist dafür nicht nötig. Ihr Konfliktgegner wird darum gebeten, der Schlichtung zuzustimmen oder sie abzulehnen. Dies muss innerhalb einer Frist von drei Arbeitstagen – beginnend mit dem Zugang der Benachrichtigung – geschehen. In diesen drei Tagen muss die Gegenseite außerdem Stellung zum Antrag nehmen.

3. Ihr Fall wird bearbeitet

Stimmt die Gegenseite einer Schlichtung zu, teilen wir Ihnen das unverzüglich mit. Nachdem die Schlichter die Stellungnahme Ihres Gegners erhalten haben, werden beide Seiten telefonisch kontaktiert. So können sich die Schlichter einen objektiven Eindruck von der Sachlage machen können. Anschließend wird die Rechtslage geprüft.

4. Schlichtungsvorschlag

Wenn zuvor kein einheitlicher Konsens zustande kommt, unterbreiten die Schlichter Ihnen und der Gegenseite den aufgrund von Sach- und Rechtslage ausgearbeiteten Schlichtungsvorschlag. Diesen erhalten Sie schriftlich per E-Mail. Dabei werden auch rechtliche Rahmenbedingungen aufgeführt und die Gründe genannt, die für den Einigungsvorschlag ausschlaggebend waren. Sie und Ihr Gegenüber erhalten eine angemessene Frist, innerhalb welcher der Vorschlag anzunehmen oder abzulehnen ist. Ihre Entscheidung müssen Sie der Schlichtungsstelle in Schriftform mitteilen. Sie werden selbstverständlich über den Ausgang des Verfahrens informiert und erhalten alle nötigen Unterlagen, wie etwa das Ergebnis in Schriftform sowie alle erforderlichen Erläuterungen.

Wenn Sie den Schlichterspruch erhalten, liegt es an Ihnen, ob Sie ihn akzeptieren oder nicht:

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Dem Schlichterspruch zustimmen

Wenn Sie und Ihr Gegenüber dem Vorschlag der Schlichter zustimmen, ist dieser rechtsverbindlich. Herzlichen Glückwunsch, die Schlichtung war erfolgreich!

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Den Schlichterspruch ablehnen

Wenn Sie und/oder Ihr Gegenüber den Schlichterspruch ablehnen, ist die Schlichtung beendet. Ihnen bleibt daraufhin noch immer der konventionelle Gang vor Gericht.