Über die Deutsche Schlichtungsstelle

Die Deutsche Schlichtungsstelle dient der außergerichtlichen Beilegung von Streitfragen aller Art. Sie ist eine vom Präsidenten des Oberlandesgerichts München anerkannte Gütestelle nach dem Bayerischen Schlichtungsgesetz und gibt Ratsuchenden die Möglichkeit, Konflikte schnell, effektiv und ohne großen Aufwand zu lösen. Durch den Verzicht auf ein Gerichtsverfahren können Antragsteller nicht nur Geld, sondern auch Zeit sparen.

Besetzt ist die Deutsche Schlichtungsstelle mit zwei Streitmittlern, die Konflikte neutral und unparteiisch lösen. Dabei handelt es sich um erfahrene Volljuristen mit der Befähigung zum Richteramt. Dies gewährleistet, dass Streitigkeiten professionell und rechtlich fundiert beigelegt werden. Nehmen Sie und Ihr Gegenüber den Schlichtungsvorschlag Ihres Streitmittlers an, ist dieser rechtlich bindend.

Wer rechtsschutzversichert ist, profitiert dabei doppelt: Die Kosten für die Schlichtung werden von zahlreichen Versicherungen in vollem Umfang übernommen und auch die Abrechnung erfolgt direkt mit Ihrer Versicherung. Sie können sich also entspannt zurücklehnen und Ihren Konflikt einfach in die Hände der Deutschen Schlichtungsstelle übergeben. Um die Schlichtung über die Deutsche Schlichtungsstelle in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie sich lediglich an Ihre Versicherung wenden. Ist die Schlichtung in Ihrer Police enthalten, leitet diese das Verfahren für Sie in die Wege. Sie erhalten daraufhin eine E-Mail mit den weiteren Schritten.

  • Schlichtungsverfahren eignen sich besonders für kleinere Streitigkeiten, bei denen man den Gang vors Gericht vermeiden möchte.
    Tanja Leopold
    Schlichterin, Volljuristin
  • Die Schlichtung spart vor allem Zeit und Nerven.
    Dr. Jannis Konstas
    Schlichter und Rechtsanwalt

Warum Schlichtung?

Das Prinzip der Schlichtung ist denkbar einfach: Stellen Sie sich vor, Sie streiten sich mit Ihrem Gegenüber und ziehen zur Lösung des Konflikts einen unbeteiligten Dritten hinzu. Genau darin besteht die Grundidee der außergerichtlichen Schlichtung.

Ein durchschnittliches Verfahren vor Zivilgerichten dauert laut statistischem Bundesamt rund fünf Monate. Um die Gerichte zu entlasten, trat im April 2016 das Gesetz über die alternative Streitbeilegung in Verbrauchersachen (Verbraucherstreitbeilegungsgesetz) in Kraft. Infolgedessen wurden immer mehr Schlichtungs- oder Gütestellen gegründet, die außergerichtlich vermitteln. Dabei steht allerdings meist ein bestimmtes Thema oder Rechtsgebiet im Fokus, was die Sache für Ratsuchende nicht gerade einfacher macht.

Genau aus diesem Grund wurde die Deutsche Schlichtungsstelle gegründet, die sich als zentraler Anlaufpunkt für alle Rechtsfragen versteht. Egal ob Ihr Konflikt arbeitsrechtlicher, nachbarrechtlicher, mietrechtlicher oder ganz anderer Natur ist: Ziehen Sie einen Schlichter als unbeteiligten Dritten hinzu und lösen Sie Ihre Streitigkeit schnell, unkompliziert und kosteneffizient.